Upcycling Tutorial, oder irgendwann musste es ja kommen

Mit diesem Post tue ich mich ein bisschen schwer. Schon seit einiger Zeit juckt es mich in den Fingern und überhaupt… Aber: ich bin eben KEIN Profi!

Wer im Netz ein wenig stöbert, findet so viele begabte Nähblogger und ich gebe (fast) neidlos zu, dass ich noch sehr viel lernen kann und will.

Allerdings wurde ich kürzlich öfter mal gefragt, ob man nicht das eine oder andere Lieblingsstück doch noch irgendwie retten kann. Oder weiterverarbeiten vielleicht?!

Ja, man kann! Ich habe schier unerschöpfliche Massen an ausgedienten lieblings-Dingern. Und ich kann sie einfach nicht wegschmeißen, nur weil irgendwo ein winzig kleines Loch ist oder die Applikation abgefallen ist.

Und hier komme ich auch schon zu meinem „Mini-Tutorial“ (ich betone nochmals ausdrücklich!! ich bin kein Profi!!):

Wie kann ich meinen Lieblingspullover retten, wenn die Applikation abgefallen ist?

tutorial1

Hier „fiel“ die „7“ nach ein paar wenigen Wäschen ab. Sehr schade, da der Pullver kaum zum Einsatz kam.

  • Messt etwa die Größe der Applikation aus
  • bastelt euch eine Schablone (das ist eigentlich ganz einfach und wer so gar keine Idee hat, darf auch das Netz bemühen)

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  • anschließend übertragt ihr euch die Schablone auf euren Stoff (ich habe das mit einem Filzstift gemacht – bitte nicht nachmachen! Am Ende seht ihr warum…)

tutorial3

  • nun wird die Stoffapplikation ausgeschnitten, bitte sehr genau arbeiten!

tutorial4

Ich habe die „7“ aus grünem Sommersweat ausgeschnitten. Sweat wellt sich leicht und besonders bei einem fertigen Pullover ist das Applizieren etwas tricky. Damit nichts verrutscht:

  • die Applikation auf beidseitig aufbügelbares Vliesofix legen und mit Druck und starker Hitze – abgedeckt – bügeln

tutorial5

  • anschließend wird die „7“ auf den Pullover gelegt und wieder – abgedeckt – aufgebügelt

tutorial6

Ihr seht schon, der wellige Rand ist verschwunden und verrutschen kann auch nichts mehr.

Jetzt geht’s an die Nähmaschine!

  • Ich habe den normalen Zickzack-Stich gewählt, die Stichlänge und -breite habe ich reduziert, um ein schöneres Stichbild zu erhalten und vorallem, um die „7“ haltbar zu machen

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Und los geht’s!

Wie gesagt, einen fertigen Pullover durch die Maschine zu bugsieren ist nicht ganz einfach. Aber mit Geduld und Fingerspitzengefühl bekommt ihr das auch hin.

tutorial8

Nach dem Zickzack habe ich noch einen Grad-Stich gewählt, um dem ganzen noch eine persönliche Note zu verleihen. Ist geschmackssache und muss nicht sein 😉

tutorial9

Nach einem Arbeitseinsatz von etwa einer halben Stunde war der Pullover, der eigentlich ein Hoodie ist, wieder startklar.

tutorial10

(wie man allerdings an der „7“ oben sieht, sollte man wirklich besser auf den Einsatz von Filzstiften verzichten…)

So, das war es auch schon, mein kleines Tutorial. Vielleicht hat es dem ein oder anderen ein bisschen geholfen und ihr bekommt Lust, eure Lieblingsstücke zu retten oder aufzupeppen?!

Kreative Grüße

Kathi

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